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LRS- Förderung

Unter Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche) versteht man eine erbliche oder frühkindlich erworbene Schwäche der zentralen Aufnahme, Verarbeitung und Wiedergabe von Sprache und Schriftsprache. Diese führt zu schulischem Versagen, das aber nicht durch eine allgemeine intellektuelle Behinderung oder inadäquate schulische Betreuung zu erklären ist. Die Kinder lesen langsam, stockend und fehlerhaft, oder aber flüchtig schnell und falsch. Es werden Buchstaben ausgelassen, verdreht oder andere eingefügt. Beim Schreiben fällt eine große Fehlerzahl auf. Die Folge der Buchstaben kann so stark verändert sein, dass die Worte nicht mehr erkannt werden können.

Da die Fähigkeiten im Bereich des Lesens und Rechtschreibens bei Kindern mit einer LRS unabhängig von ihrer Intelligenz sind, sollten diese Kinder auch unabhängig von ihrem Intelligenzniveau in diesem Bereich gefördert werden. Fördermaßnahmen zeigen sich besonders dann erfolgreich, wenn sie gezielt an die individuellen Probleme des Kindes angepasst sind. Innerhalb der Schuleingangsphase kann durch entsprechend differenzierte Fördermaßnahmen im Bereich des Schriftspracherwerbs einer LRS zu einem gewissen Grad entgegengewirkt werden. Ist ein Versagen in diesem Bereich jedoch eingetreten und hat sich verfestigt, so sind vor allem Maßnahmen zur Hebung des Selbstbildes und zur Gewinnung neuer Lernmotivation notwendig. Neben einer präventiven Förderung, die im Klassenverband erfolgt, gibt es daher in unserer Schule eine zusätzliche Maßnahme für die Kinder der zweiten, dritten und vierten Schuljahre. In einer Kleingruppe wird einmal wöchentlich neben einer Wiederholung und Festigung orthographischer und grammatikalischer Regeln vor allem die Lese- und Schreibfertigkeit gefördert. Durch individuelle Arbeitsangebote haben die Kinder die Möglichkeit an ihrer spezifischen Problematik zu arbeiten und über kleine Erfolgserlebnisse motivierter im Bereich des Lesens und Schreibens zu arbeiten. Orientiert an aktuellen oder in der Fördergruppe entstandenen Arbeiten bzw. Texten der Kinder werden Problemfelder wie z. B. doppelte Mitlaute, das Dehnungs-h oder die Verbflexion herausgegriffen und in verschiedenen Arbeitsangeboten thematisiert. Wann immer möglich werden dabei Inhalte auch ins Spielerischen verlagert, da dies für die Kinder besonders motivierend ist (z.B. Silbentanzen). Hinzukommen wird durch die Arbeit an verschiedenen Computerprogrammen (Budenberg, Wörterkiste, Reuter-Lier, C: Lautgetreue Lese- Rechschreibförderung, Förderbox ½ und ¾, ABC der Tiere – Lesen in Silben, Logico Piccolo Übungsgeräte: Hör gut hin und schau genau!) und in Einzelsituationen die Lesefähigkeit der Schüler und Schülerinnen geschult. Nur eine regelmäßige Förderung kann bei der Bewätigung der  Schwierigkeiten helfen. In unserer Schule sind zur Zeit drei LRS Gruppen eingerichtet. In der Kleingruppe werden i.d.R. fünf Kinder in vier im Stundenplan ausgewiesenen Stunden unterrichtet.
 

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